Borlabs Cookie & DSGVO: Consent-Banner richtig einbinden und prüfen
Borlabs Cookie ist das meistgenutzte Consent-Plugin für WordPress aus Deutschland — mit Content-Blocker, der Embeds wie YouTube oder Google Maps erst nach Einwilligung lädt. Ein installiertes Plugin garantiert aber noch keine saubere Einbindung: Es steuert nur, was ihm auch zugeordnet wurde.
Das Risiko
- Ein Banner ist nur wirksam, wenn alle einwilligungspflichtigen Dienste über Borlabs laufen — Tags, die das Theme, ein Page-Builder oder andere Plugins direkt einbinden, laden trotzdem.
- Embeds ohne Content-Blocker-Zuordnung stellen die Verbindung zum Drittanbieter weiterhin schon beim Seitenaufruf her.
- Fehlt eine gleichwertige Ablehnen-Option auf erster Ebene, kann die eingeholte Einwilligung angreifbar sein.
Wie konfora das erkennt
konfora erkennt Borlabs Cookie an Skript- und DOM-Signaturen und dokumentiert es im Report als erkanntes Consent-Tool. Unabhängig davon prüft konfora das Verhalten des Banners:
- borlabs-cookie (WordPress-Plugin-Assets)
Was im Report steht
- Ein dokumentierender Eintrag „Consent-Tool: Borlabs Cookie“ — als Information, nicht als Risiko-Befund.
- konfora misst den Zustand vor jeder Einwilligung: Tracker oder Cookies, die bereits beim Laden der Seite feuern, erzeugen eigene Befunde in den Tracker- und Cookie-Kategorien.
- Akzeptieren- und Ablehnen-Buttons werden im Seiteninhalt gesucht und auf Gleichwertigkeit verglichen — ein deutlich kleinerer Ablehnen-Button wird als Warnung vermerkt.
- Vorausgewählte, noch änderbare Checkboxen im Banner werden als Befund vermerkt — fest aktivierte „Notwendig“-Kategorien zählen dabei nicht mit.
Typische Maßnahmen
- Lass alle einwilligungspflichtigen Skripte und Embeds durch Borlabs steuern — prüfe auch Theme-Optionen, Page-Builder und andere Plugins auf direkt eingebundene Tags.
- Teste nach jeder Änderung erneut, auch im Zustand „Alles ablehnen“: Es darf dann kein einwilligungspflichtiger Dienst mehr laden.
- Biete eine gleichwertige Ablehnen-Option auf der ersten Banner-Ebene an.
- Halte Datenschutzerklärung und die Dienstliste im Plugin synchron.
Grenzen der automatischen Prüfung
Der Check macht technische Hinweise sichtbar und hilft beim Priorisieren. Er ist kein Rechtsgutachten, keine Vollständigkeitsgarantie und ersetzt keine fachkundige Prüfung durch eine Datenschutzbeauftragte oder eine Kanzlei.
- konfora prüft eine Momentaufnahme der Startseite vor jeder Einwilligung — Unterseiten und spätere Zustände sind nicht erfasst.
- Die konkrete Plugin-Konfiguration (Content-Blocker-Zuordnungen, Cookie-Gruppen) kann der Scanner nicht einsehen — er bewertet das von außen messbare Verhalten.
konfora prüft als einen von 16 Bereichen automatisiert, welche Dienste deine Seite lädt, und macht solche Funde im Report sichtbar — als technische Bestandsaufnahme mit konkreter Aufgabenliste, nicht als Rechtsgutachten.
Den schnellen, kostenlosen ersten Eindruck bekommst du im Schnellcheck. Der Report als PDF liegt bei 14,99 € (Einmalkauf, kein Abo); den Zugang bekommst du per Magic-Link an deine E-Mail.
Dieser Beitrag liefert technische Hinweise und mögliche Risiken, keine Rechtsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung deiner konkreten Situation wendest du dich an deine Datenschutzbeauftragte oder einen Fachanwalt.