DSGVO-Check für Rechtsanwälte: prüfen, was die Kanzlei-Website wirklich lädt
Wer eine Anwaltskanzlei kontaktiert, befindet sich oft in einer heiklen Situation — die anwaltliche Verschwiegenheit ist genau dafür da. Dieses Vertrauensversprechen beginnt schon auf der Website: Sie sollte keine Daten ungefragt an Dritte weitergeben. Dazu kommt die Außenwirkung — wer Mandanten zu Datenschutz berät oder Abmahnungen verteidigt, möchte auf der eigenen Website saubere Verhältnisse vorweisen können. konfora prüft automatisiert, was deine Kanzlei-Website beim Aufruf lädt, und liefert eine verständliche Aufgabenliste.
Warum es hier besonders zählt
- Die anwaltliche Verschwiegenheit prägt das Mandatsverhältnis — ungefragte Datenflüsse an Werbenetzwerke passen nicht zu diesem Vertrauenskontext.
- Schon der Besuch einer Kanzlei-Website kann auf ein rechtliches Anliegen hindeuten — etwa zu Familien-, Arbeits- oder Strafrecht — und verdient deshalb besondere Sorgfalt.
- Für Kanzleien, die selbst zu Datenschutz beraten, ist die eigene Website Teil der Außenwirkung: Der technische Ist-Zustand sollte zum eigenen Anspruch passen.
Typische Risiken auf Rechtsanwälte-Websites
- Vom Baukasten oder der Agentur mitgelieferte Dienste — Analytics, externe Schriften —, die niemand bewusst eingebunden hat.
- Eine Anfahrtskarte als direktes Google-Maps-Embed, das ohne Zwischenschritt Daten überträgt.
- Erklärvideos zu Rechtsthemen als Standard-YouTube-Embed, das schon vor dem Abspielen Verbindungen zu Google aufbaut.
- Ein LinkedIn-Tag aus früheren Kampagnen, der noch vor der Einwilligung lädt — und eine Datenschutzerklärung, die davon nichts weiß.
Diese Dienste fallen auf Rechtsanwälte-Websites häufig auf.
Einstufung und Prüfbereich stammen direkt aus der konfora-Scanlogik — jede Karte führt zur Detailseite mit Risiko, Erkennung und typischen Maßnahmen.
Google Maps
WarnungDie Anfahrtskarte zur Kanzlei — als direktes Embed überträgt sie Daten schon beim Seitenaufruf, eine Vorschaltlösung schafft Abhilfe.
Zum Datenschutz-CheckGoogle Fonts
KritischKanzlei-Themes und Baukästen laden Schriften oft extern von Google-Servern — lokal eingebunden verschwindet das Risiko vollständig.
Zum Datenschutz-CheckGoogle Analytics
KritischHäufig von der Agentur eingerichtet — ob es noch gebraucht wird und korrekt hinter der Einwilligung liegt, zeigt der Check.
Zum Datenschutz-CheckYouTube-Embed
WarnungErklärvideos zu Rechtsgebieten als Standard-Embed bauen schon vor dem Klick Verbindungen zu Google auf — der erweiterte Datenschutzmodus allein genügt oft nicht.
Zum Datenschutz-CheckLinkedIn Insight Tag
KritischBei wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Kanzleien für B2B-Sichtbarkeit gesetzt — läuft er vor der Einwilligung, ist das ein typischer Befund.
Zum Datenschutz-Check
- 1Kanzlei-Domain eingeben und kostenlosen Schnellcheck starten
- 2Ergebnis ansehen: was die Website beim Aufruf wirklich lädt
- 3Report mit priorisierter Aufgabenliste an Agentur oder IT weitergeben
- 4Nach der Umsetzung erneut prüfen — oder mit konfora Watch automatisch überwachen lassen
Den schnellen, kostenlosen ersten Eindruck bekommst du im Schnellcheck. Der vollständige Report als PDF liegt bei 14,99 € (Einmalkauf, kein Abo) — mit priorisierter Aufgabenliste, die du direkt an Agentur, IT oder Datenschutzbeauftragte weitergeben kannst.
Häufige Fragen
- Greift der Check auf Mandatsdaten zu?
- Nein. konfora ruft ausschließlich die öffentlich erreichbare Website auf — so wie jeder Browser. Kanzleisoftware, Mandantenpostfächer oder interne Systeme werden nicht angetastet.
- Wir beraten selbst zu Datenschutz — lohnt der Check trotzdem?
- Gerade dann. Der Check ist eine neutrale technische Bestandsaufnahme der eigenen Website — viele Funde stammen aus Theme, Baukasten oder Agentur-Setup und sind im Alltag schlicht nicht sichtbar. So passt der Ist-Zustand zum eigenen Anspruch.
- Braucht eine Kanzlei-Website überhaupt ein Cookie-Banner?
- Nur wenn einwilligungspflichtige Dienste laufen. Eine schlanke Kanzlei-Website ohne Tracking kommt oft ohne Banner aus — der Check zeigt, ob deine Seite tatsächlich so schlank ist, wie sie scheint.
- Die Website pflegt eine Agentur — wozu dann der Check?
- Verantwortlich für die Website bleibt die Kanzlei. Der Report lässt sich direkt an die Agentur weitergeben — mit konkreten, priorisierten Aufgaben statt vager Bedenken.
- Ist die Website nach dem Check rechtlich abgesichert?
- Der Check ist eine technische Prüfung, keine Rechtsberatung — er zeigt, was die Website tatsächlich lädt, und liefert damit die Faktenbasis. Die rechtliche Bewertung nimmst du selbst vor oder holst sie dir bei Kolleginnen und Kollegen mit Datenschutz-Schwerpunkt.
Dieser Beitrag liefert technische Hinweise und mögliche Risiken, keine Rechtsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung deiner konkreten Situation wendest du dich an deine Datenschutzbeauftragte oder einen Fachanwalt.
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