Bing Ads & DSGVO: Microsoft Advertising und das UET-Tag einordnen
Microsoft Advertising (früher Bing Ads) misst Anzeigen-Conversions über das Universal Event Tracking (UET-Tag). Das Tag lädt ein Skript von Microsoft und überträgt Besuchsdaten an einen US-Anbieter. Datenschutzrechtlich ist es ähnlich einzuordnen wie das Conversion-Tracking von Google Ads.
Das Risiko
- Das UET-Tag setzt in der Regel Cookies und verarbeitet personenbezogene Daten für Werbezwecke — das löst typischerweise die Einwilligungspflicht aus.
- Als US-Dienst kann ein Drittlandtransfer entstehen, der einen tragfähigen Übermittlungsmechanismus voraussetzt.
- Lädt das Tag vor der Einwilligung, ist das ein klassischer Beschwerdegrund.
Wie konfora das erkennt
konfora erkennt das UET-Tag von Microsoft Advertising an seinen Requests und ordnet es der Kategorie Werbung zu. Erkannt werden:
- bat.bing.com
- uet.bing.com
Was im Report steht
- Ein Befund „Bing Ads“ mit standardmäßiger Severity Warnung.
- Belege: die kontaktierten Hosts, Beispiel-Request-URLs, die Anzahl passender Requests und das Vendor-Land (US).
- Ein Soll-Ist-Hinweis, falls das Tag technisch erkannt, aber in der Datenschutzerklärung nicht genannt ist.
Typische Maßnahmen
- Lade das UET-Tag ausschließlich nach dokumentierter Einwilligung über dein Consent-Tool.
- Schließe die nötigen Vereinbarungen mit Microsoft ab und dokumentiere den Übermittlungsmechanismus für den US-Transfer.
- Prüfe, ob die Conversion-Messung auf allen Seiten nötig ist oder nur auf Conversion-relevanten Seiten.
Grenzen der automatischen Prüfung
Der Check macht technische Hinweise sichtbar und hilft beim Priorisieren. Er ist kein Rechtsgutachten, keine Vollständigkeitsgarantie und ersetzt keine fachkundige Prüfung durch eine Datenschutzbeauftragte oder eine Kanzlei.
- Serverseitige Conversion-Übertragungen sind clientseitig nicht sichtbar.
- Ob eine Einwilligung im Einzelfall zwingend ist, bleibt eine rechtliche Bewertung.
konfora prüft als einen von 16 Bereichen automatisiert, welche Dienste deine Seite lädt, und macht solche Funde im Report sichtbar — als technische Bestandsaufnahme mit konkreter Aufgabenliste, nicht als Rechtsgutachten.
Den schnellen, kostenlosen ersten Eindruck bekommst du im Schnellcheck. Der Report als PDF liegt bei 14,99 € (Einmalkauf, kein Abo); den Zugang bekommst du per Magic-Link an deine E-Mail.
Dieser Beitrag liefert technische Hinweise und mögliche Risiken, keine Rechtsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung deiner konkreten Situation wendest du dich an deine Datenschutzbeauftragte oder einen Fachanwalt.