Criteo & DSGVO: Retargeting und personalisierte Produktwerbung einordnen
Criteo steuert Retargeting und personalisierte Produktwerbung: Besucher werden über viele Shops hinweg wiedererkannt, um ihnen passende Anzeigen zu zeigen. Dafür lädt Criteo Skripte und setzt Werbe-Cookies. Der Anbieter sitzt in Frankreich, die Datenflüsse sind aber international.
Das Risiko
- Retargeting baut Interessenprofile über mehrere Shops und Websites hinweg auf — das löst typischerweise die Einwilligungspflicht aus.
- Die gesetzten Werbe-Cookies ermöglichen eine seitenübergreifende Wiedererkennung der Besucher.
- Trotz des Anbietersitzes in Frankreich können internationale Datenflüsse entstehen; der Übermittlungsmechanismus ist zu prüfen.
- Lädt Criteo vor der Einwilligung, ist das ein klassischer Beschwerdegrund.
Wie konfora das erkennt
konfora erkennt Criteo an seinen Requests und ordnet es der Kategorie Werbung zu. Erkannt werden:
- static.criteo.net
- dis.criteo.com
Was im Report steht
- Ein Befund „Criteo“ mit standardmäßiger Severity Warnung.
- Belege: die kontaktierten Hosts, Beispiel-Request-URLs, die Anzahl passender Requests und das Vendor-Land (FR/US).
- Ein Soll-Ist-Hinweis, falls Criteo technisch erkannt, aber in der Datenschutzerklärung nicht genannt ist.
Typische Maßnahmen
- Lade Criteo ausschließlich nach aktiver, dokumentierter Einwilligung über dein Consent-Tool.
- Schließe die nötigen Vereinbarungen mit Criteo ab und dokumentiere die internationalen Datenflüsse samt Übermittlungsmechanismus.
- Prüfe, ob Retargeting für dein Geschäft wirklich nötig ist oder weniger eingriffsintensive Werbeformen genügen.
Grenzen der automatischen Prüfung
Der Check macht technische Hinweise sichtbar und hilft beim Priorisieren. Er ist kein Rechtsgutachten, keine Vollständigkeitsgarantie und ersetzt keine fachkundige Prüfung durch eine Datenschutzbeauftragte oder eine Kanzlei.
- Serverseitige Übertragungen und Auktionsprozesse sind clientseitig nicht sichtbar.
- Ob eine Einwilligung im Einzelfall zwingend ist, bleibt eine rechtliche Bewertung.
konfora prüft als einen von 16 Bereichen automatisiert, welche Dienste deine Seite lädt, und macht solche Funde im Report sichtbar — als technische Bestandsaufnahme mit konkreter Aufgabenliste, nicht als Rechtsgutachten.
Den schnellen, kostenlosen ersten Eindruck bekommst du im Schnellcheck. Der Report als PDF liegt bei 14,99 € (Einmalkauf, kein Abo); den Zugang bekommst du per Magic-Link an deine E-Mail.
Dieser Beitrag liefert technische Hinweise und mögliche Risiken, keine Rechtsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung deiner konkreten Situation wendest du dich an deine Datenschutzbeauftragte oder einen Fachanwalt.